Der Ball rollt wieder – wir zeigen exklusiv erste Bewegtbilder vom Fussballplatz Riet

Bei den Aktiven ruht der Betrieb Corona-bedingt weiterhin, die Zolliker Juniorinnen und Junioren aber dürfen ihrem liebsten Hobby seit einigen Tagen wieder frönen. Klickt hier, wenn Ihr Videobilder des Spiels unserer Ea-Junioren sehen wollt – und ganz viele Tore im Derby gegen den Nachbarn FC Küsnacht: Link zu Vimeo.

Zum Tod von Heini Oechslin: Der Sportclub trauert um eine Vereinslegende

Heini Oechslin ist 87-jährig verstorben. Der Gründer und langjährige Inhaber des weitherum bekannten «Fussballcorner Oechslin» hat sich auch für den SCZ verdient gemacht: Anfang der 80er-Jahre ermöglichte er als Trainer den erstmaligen Aufstieg in die 2. Liga, im Jahr 2001 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Erinnerungen an eine prägende Figur unserer Vereinshistorie.

Am 4. Januar 2021 ist Heinrich «Heini» Oechslin 87-jährig in Zürich gestorben. «Nach einem langen, mit viel Herz und Grosszügigkeit erfüllten Leben, welches er stets seinem geliebten Fussball widmete, ist er von uns gegangen», heisst es in der Todesanzeige. «Er bleibt in unserer Erinnerung.»

Dies gilt nicht nur für seine Angehörigen und tausende Fussballfans, die in seinem Spezialgeschäft «Fussballcorner Oechslin» am Schaffhauserplatz in Zürich ihre ersten Nockenschuhe kauften, sondern auch und gerade für den Sportclub Zollikon. In unserem Verein nämlich hat Heini Oechslin tiefe Spuren hinterlassen.

«Ich habe meine Versprechungen immer gehalten»

Zum SCZ kam Oechslin im Sommer 1979, zu einem für den Verein schwierigen Zeitpunkt. Als der damals 45-Jährige einige Monate zuvor seine Bereitschaft erklärt hatte, ab der Saison 1979/80 gemeinsam mit Assistenztrainer und Masseur Armin Honko die 1. Mannschaft zu übernehmen, deutete noch kaum etwas daraufhin, dass sich diese bald in den Niederungen der 4. Liga befinden könnte – ein einziger Punkt aus den verbleibenden letzten vier Saisonspielen hätte ihr zum Klassenerhalt genügt. Das Team von Trainer Röbi Willimann aber schaffte es nicht, einen seiner vier Matchbälle zu verwerten, und so fand sich der ambitionierte Oechslin auf einmal in der 4. Liga wieder. Seine Zusage zurückzuziehen sei für ihn dennoch nicht in Frage gekommen, erinnerte sich Oechslin Mitte der 2000er-Jahre, als er für die damalige SCZ-Vereinszeitschrift «Dribbling» porträtiert wurde. «Ich habe meine Versprechungen immer gehalten.»

Im ersten Training mit den Zolliker Fussballern gab Oechslin sein Motto bekannt, wie sich Weggefährten noch heute erinnern: «Ein Training fällt nur aus, wenn ein Krieg ausbricht oder wenn es ein Erdbeben gibt – nie aber wegen schlechten Wetters.» Der Eifer zahlte sich aus, sogleich gelang dem «Eis» der Wiederaufstieg in die 3. Liga (nicht zuletzt dank eines Hattricks von Pierre «Pipo» Ecklin beim 5:0 im Entscheidungsspiel in Greifensee).

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Mit dem SCZ gegen Köbi Kuhn gespielt

In der Saison 1980/81 erreichte das Team den dritten Tabellenrang, danach durfte es im Rahmen der Festivitäten zur Einweihung eines zweiten Fussballfeldes auf dem Riet gegen die Zürcher Alt-Internationalen um Köbi Kuhn und Bigi Meier antreten. Im Sommer 1982 gelang dann sogar der erstmalige Aufstieg in die 2. Liga, wobei Oechslin zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr an der Seitenlinie stand. Wenige Wochen zuvor war er zum FC Thalwil gewechselt und von Renato Armellino ersetzt worden, der als Spielertrainer vom FC Baden nach Zollikon kam. Auch wenn Oechslin nie länger als drei, vier Jahre bei einem Verein ausharrte, blieb er all seinen Stationen ein Leben lang verbunden: Nicht nur dem FC Wollishofen, den er 1952 mitgegründet hatte und auf dessen Sportanlage Sonnau er bis vor wenigen Jahren regelmässig anzutreffen war.

Sondern auch dem SC Zollikon. Mit seinem Geschäft war er lange Jahre ein wichtiger Sponsor und Partner unseres Vereins. Gegründet hatte Oechslin seinen «Fussballcorner» bereits 1974. Zunächst war er beim Milchbuck präsent, ab 1976 dann am Schaffhauserplatz. Zuvor hatte er bei Bally als Geschäftsführer und Chefeinkäufer für Handtaschen Erfahrungen gesammelt. «Ich habe mein ganzes Herz und Vermögen in den ‚Fussballcorner’ gesteckt, obwohl mir einige Leute davon abgeraten haben», sagte er einst dem «Tages-Anzeiger». Weil Fussball ein saisonaler Sport sei und die Spielpausen im Hochsommer und im Winter das Geschäft vermiesen würden, solle er sich besser auf mehrere Sportarten abstützen. Oechslin liess sich jedoch nicht von seiner Idee abbringen – und hatte bald grossen Erfolg. 1988 schrieb die NZZ, sein Sortiment sei selbst im internationalen Vergleich derart einmalig, dass Kunden von weither an den Schaffhauser Platz reisen würden: Wo sonst gebe es Theorietafeln zu kaufen, Massagekoffer und «natürlich Dutzende von Fussballschuhmodellen, auch aus feinstem Känguruhleder, mit Stollen und Nocken»?

Rabatt selbst dann, als der «Fussballcorner» rote Zahlen schrieb

In den Anfangsjahren lockte Oechslin die Kundschaft häufig mit Weltstars, die sich für Autogrammstunden in seinem Geschäft einfanden (darunter etwa Ruud Gullit). Andere Fussballer gingen im ersten Fussballfachgeschäft der Schweiz ein und aus, bevor sie zur grossen Karriere ansetzten: So verdienten sich als Teilzeitangestellte beispielsweise Urs Fischer, heute Trainer des Bundesligisten Union Berlin, Urs Schönenberger, später als Trainer mit Thun in der Champions League erfolgreich, oder Gianpietro «Frank» Zappa einen Zustupf im «Fussballcorner».

Für den SCZ war Oechslin mit seinem Angebot stets die perfekte Adresse für Match-Tenues und Fussballschuhe. Auch in Zeiten, in denen das Geschäft rote Zahlen schrieb und zuzugehen drohte, war er immer bereit, uns einen ansehnlichen Rabatt auf unsere Einkäufe zuzugestehen. Ebenso hat er uns zuverlässig mit Preisen für unsere Grümpis und Jassturniere ausgestattet. Und bei jedem unserer Besuche in seinem Laden hat Oechslin sich für die Situation des SC Zollikon interessiert. Warum der SCZ in den Neunzigerjahren in eine sportliche Krise geriet, die ihn zeitweise bis in die 5. Liga führte, konnte er nie richtig nachvollziehen. «Der Verein machte wohl den Fehler, viele Auswärtige zu holen», wurde er im besagten «Dribbling»-Artikel zitiert. «Als diese den Abstieg nicht verhindern konnten, machten sie sich alle aus dem Staub – und alles brach auseinander.»

Mitte der Nullerjahre attestierte Oechslin dem SCZ das Potenzial für die 3. Liga – ein Ziel, das die 1. Mannschaft im Jahre 2011 unter dem Trainerduo Alain Merkli und Nicolas Fürer dann auch endlich erreichte. Viel mehr sei heutzutage kaum mehr möglich, wenn ein Verein auf Zahlungen an Spieler verzichte, sagte Oechslin. «Und Geld ist in der Nachwuchsförderung gewiss besser eingesetzt.» Nach dem Aufstieg 2011 war er einer der ersten Gratulanten und offerierte dabei der Mannschaft eine grosse Getränkerunde.

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Die Erinnerungen seines ehemaligen Spielers

Diese Herzlichkeit und Nähe zum SCZ beschränkte sich allerdings nicht nur auf die sporadischen Treffen und Gespräche in seinem Geschäft. Sehr häufig konnte man Oechslin an Spielen unserer Teams und praktisch jährlich an den Generalversammlungen auf dem Riet begrüssen – immer mit einem freundlichen Wort und einem Lächeln im Gesicht.

Auch bei seinen ehemaligen Schützlingen, den von ihm trainierten Spielern der 1. Mannschaft, hat er einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nach dem Abgang von Röbi Willimann habe sich das Team im Umbruch befunden, erinnert sich Peter «Chäsli» Kies. Oechslins Antritt als neuer Trainer habe sich in der Region herumgesprochen und etliche seiner früheren Spieler dazu bewogen, beim SCZ einzusteigen.

Peter Kies: «Innert Kürze verstand es Heini, das Team mit den punktuellen Ergänzungen zusammenzuschweissen und auch im Umfeld des Vereins Begeisterung zu entfachen. So zog er bei unseren Zusammenzügen nicht nur den Masseur mit ein, sondern immer wieder auch andere Personen – von Schiedsrichtern über das Platzwartehepaar und den ZoBo-Redaktor bis zum Leibchensponsor oder Verbandsobrigen. Die Trainingsgestaltung war legendär, berüchtigt waren vor allem die endlosen Hürdenläufe auf dem Riet und die regelmässigen Sprintwettbewerbe. Die Resultate blieben nicht aus und der Aufstieg in die 3. Liga gelang gleich im ersten Anlauf. Einen Namen machte sich Heini mit der Einführung des indirekten Penaltys. Diese wurden zu jener Zeit nie angewandt, auch wenn sie gemäss Reglement zugelassen waren. Da sich die Schiedsrichter dessen des Öfteren nicht bewusst waren, avisierte Heini sie zur Entwirrung jeweils vor dem Spiel. Dank gezieltem Training der selektiv bezeichneten Schützen wurden diese Penaltys immer zum Spektakel und auch Erfolgserlebnis.

Die Siegeswelle blieb auch bei der Bevölkerung nicht unbemerkt und lockte wieder manche Zuschauer aufs Riet und sogar zu Auswärtsspielen. Dies wusste der geschäftstüchtige Trainer insofern zu nutzen, als er ein Totosystem einführte, welches der Mannschaftskasse zugutekam und dem Team zahlreiche Ausflüge ermöglichte: Wir verreisten in Skiweekends, verbrachten Wochenenden mit Freundschaftsspielen und besuchten Spiele im Ausland, zum Beispiel in London. Unvergesslich waren zudem die von ihm an solchen Anlässen regelmässig durchgeführten Lottospiele, an denen er seine Grosszügigkeit mit Preisen aus dem ganzen Sortiment seines ‹Fussballcorners› zeigte.

Das vor Heimspielen anberaumte sonntägliche Mannschaftsfrühstück mit Partnerinnen um 7 Uhr morgens im Hotel Atlantis mit anschliessendem Spaziergang erlangte Kultstatus.

Beliebt war Heini nicht nur dank seines respektvollen Umgangs mit Gegnern, Schiedsrichtern und Eltern, sondern auch bei uns Spielern wegen seines umsorgenden Führungsstiles. Musste ein Spieler wegen Krankheit einem Spiel fernbleiben, war er der erste, der sich nach dem Match beim Spieler oder seinen Eltern telefonisch meldete, um sich nach dem Befinden zu erkundigen und den Spielausgang zu rapportieren. Um die persönlichen Belange der Studenten und der ganz jungen Spieler, auf die er bedingungslos setzte, kümmerte er sich mit Einfühlungsvermögen.

Sein Herz für den SCZ und unsere damalige Mannschaft stellte er auch nach seinem Weggang unter Beweis, indem er regelmässig und bis vor wenigen Jahren ein Ehemaligen-Treffen mit der Aufstiegsmannschaft organisierte, für das die damaligen Spieler aus der ganzen Schweiz anreisten – selbstverständlich durfte auch das Lotto nie fehlen.

Diese Treffen wurden leider in der letzten Zeit immer seltener und so beschränkten sich   unsere Begegnungen auf persönliche Treffen mit vereinzelten Spielern. Noch heute ‹tschüttelen› einige dieser Ehemaligen mit den Veteranen, und nicht selten erinnert einer mit einem Spruch aus Heinis Zitatenschatz an diese menschlich glanzvolle Zeit: So werden beispielsweise Zuspiele von Pedro auch heute noch ab und zu mit ‹helle Wahnsinn› oder ‹Wältklass› kommentiert.

Auch wenn wir auch fussballerisch viel von Heini lernen konnten, bleibt vor allem das Menschliche, das er uns weitergegeben hat, in uns haften. Wir werden an zukünftigen Versammlungen weiterhin und erst recht das ‹Fussballcorner›-Leibchen tragen, nicht nur auf dem Körper, sondern vor allem im Herzen.

Du wirst uns fehlen.»

Wegen seiner Verdienste für den SCZ wurde Oechslin 2001 zum Ehrenmitglied ernannt. Ganz wohl habe er sich bei jener Generalversammlung nicht gefühlt, sagte er einige Jahre später. Er sei schliesslich Trainer gewesen und «als solcher erhält man ja eine Spesenentschädigung und arbeitet nicht ehrenamtlich – daher hätte man eigentlich auch keine Ehrenmitgliedschaft verdient.» Die anwesenden Vereinsmitglieder sahen das jedoch anders und applaudierten lange, nachdem sie ihn in den kleinen Kreis der Ehrenmitglieder aufgenommen hatten.

Mit Heini Oechslin verliert der SCZ nun also ein Ehrenmitglied und gleichzeitig einen der Grossen seiner Vereinsgeschichte. Von ihm Abschied zu nehmen, stimmt uns traurig. Aber dennoch überwiegt die Dankbarkeit für das, was er dem SCZ und uns persönlich gegeben hat und was mir mit ihm erleben durften.

Ruhe in Frieden, Heini…

Im Namen des gesamten SCZ:

Dennis Bühler, Ferry Hermida und Peter Kies

Auf ein gesundes 2021! Die Neujahrsansprache des Präsidenten

Liebe Mitglieder und Freunde des SC Zollikon

Das Jahr 2020 ging gestern vorüber. Und wenn ich jeweils eine Jahresabschluss-Rede schreibe, fällt mir das eigentlich ganz leicht. Heute allerdings überhaupt nicht. Das «Überthema» war zwar schon lange klar, aber ich habe mich sehr schwergetan, einen passenden Rückblick zu verfassen.

Aus sportlicher Sicht kann man die vergangenen zwölf Monate vielleicht wie folgt zusammenfassen: Im Jahr, in dem der SCZ seinen 60-jährigen Geburtstag «gefeiert» hat, wurde sowohl die Fussballmeisterschaft abgebrochen, wie kürzlich nun auch unterbrochen. Ebenso hat mehrmals der Trainingsbetrieb ausgesetzt und sogar die Sportanlagen mussten geschlossen werden. Teilweise wurde stattdessen vor dem Bildschirm trainiert. Als eine kleine Gruppe Zolliker vor 60 Jahren den SCZ gegründet hat, damit sportlich Interessierte sich in einem Verein betätigen können, dürfte kaum jemand damit gerechnet haben, dass es einmal eine solche Situation geben könnte, wie wir sie im vergangenen Jahr erlebt haben.

Dass wir wegen der ungewöhnlichen Umstände unser Jubiläum nicht miteinander feiern konnten, ist aus meiner Sicht ziemlich irrelevant. Etwas schlimmer war dann schon, dass unser Schüeli / Grümpi nicht stattgefunden hat – mehr aus sozialem Aspekt als wegen der Finanzen. Aber auch das ist verkraftbar. Am schmerzhaftesten waren aus meiner Sicht die Spiel- und Trainingsausfälle, denn: Eigentlich tun wir mit unserem Verein und dem darin hineingesteckten Einsatz etwas für die Gesundheit. Es ist also zumindest etwas paradox, dass wir diese gesunde «Sache» nicht mehr ausführen können, um anderswie «gesund zu bleiben».

Wir die meisten Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz haben auch der Vorstand und die Kommissionen im Verein in dieser Zeit viel mit den Umstellungen zu kämpfen gehabt. Ich würde allerdings behaupten, dass sich die Verantwortlichen im Verein noch nie so einig waren wie in dieser schwierigen Zeit. Dass die Gesundheit aller Menschen vorgeht, war immer oberstes Gebot – und zwar einstimmig. Ich bin froh, dass wir im Vorstand praktisch durchwegs die gleichen Werte vertreten. Ich möchte mich hiermit bei den Vorstandsmitgliedern dafür bedanken, dass sie ihre Hauptaufgabe darin sehen, eine soziale Einrichtung zu führen, welche sich primär um das Wohl seiner Mitgliederinnen und Mitglieder kümmert.

Unter anderem weil unsere FusballerInnen besonders unter den speziellen Umständen gelitten haben, möchte ich mich hier auch noch – etwas mehr als sonst – ganz herzlich bei allen TrainerInnen und HelferInnen im Verein bedanken. Euer Einsatz war gezwungenermassen sehr unregelmässig. Obwohl ihr teilweise zurückgebunden wurdet, habt ihr euch im vergangenen Jahr extrem für den Verein und eure Teams eingesetzt. Wir sind froh, dass wir auf euch zählen konnten und hoffen, dass wir das auch in Zukunft weiterhin können werden. Eure Arbeit und euer Einsatz sind weiterhin einer der wichtigsten Bestandteile unserer Gesellschaft!

Rückblickend hoffe ich, dass die SCZ-Familie im vergangenen Jahr so gesund wie möglich geblieben ist. Wir wissen, dass nicht alle Menschen im Umfeld des Vereins komplett verschont geblieben sind. Wir hoffen aber, dass sich inzwischen alle erholt haben respektive sich davon erholen werden. Wenn ich oder der SCZ jemandem helfen kann, der durch eine schwierige Situation geht, dann soll er/sie nicht zögern, uns zu kontaktieren.

Natürlich ist unser grösster Wunsch, dass sich die Situation bessert, damit wir hoffentlich bald unser gewohntes Leben zurückbekommen. Unsere Mitglieder sollen wieder ihrem Hobby nachgehen können, der Ball soll wieder ohne Unterbrüche rollen… Mit der Hilfe von euch allen schaffen wir das schneller. Ich bedanke mich darum im Namen des Vorstandes auch bei allen Mitgliedern, Eltern, Freunden und Begleitern des SCZ für eure Geduld und eure Unterstützung.

Hoffentlich sehen wir uns bald einmal wieder unter «normalen» Bedingungen auf dem Riet!

Alles Gute und vor allem viel Gesundheit für 2021!

Ferry Hermida

SC Zollikon, Präsident

E-Junioren: Unser erstes, ereignisreiches und unberechenbares Jahr

2020 wird für uns alle als eines der ereignisreichsten und unberechenbarsten Jahre in Erinnerung bleiben. Dennoch wollen wir uns hier den Luxus gönnen und Corona für einmal ausblenden und auf die erste Saisonhälfte unserer Jungs als E-Jugend zurückblicken.

Von der «F» ins «E» – das war schon was. Irgendwie hat man schon im Sommer gemerkt, dass unsere Mannschaft ready war, um endlich in eine richtige Saison mit Spielen an jedem Wochenende einzusteigen und die Kleinfeldturniere aus der «G»- und «F»-Juniorenzeit hinter sich zu lassen.

Die grössten Fragen für uns Neulinge auf dem neuen Terrain konnten wir im Frühsommer mit Carlo und John klären, sodass wir uns ab dann voll aufs Sportliche konzentrieren konnten. Vielen Dank Euch beiden an dieser Stelle nochmal für die Hilfe und die Erklärungen zu Stärkeklassen, optimale Kadergrösse, Regelwerk etc.

Grösseres Feld und längere Spieldauer

Die bestehende Mannschaft konnten wir mit 4 Neuzugängen aus anderen F-Jugenden weiter stärken und nun hiess es, die Vorbereitung für die Matches auf einem grösseren Feld und über eine Spieldauer von 3x20Minuten mit nun 2x Training pro Woche aufzunehmen.

Da die Jungs unser Leitmotto «Passen, Passen und noch mal Passen» mittlerweile schon in 10 Sprachen singen können, sind wir ihm auch in diesem Jahr treu geblieben. Mit Blick auf den grösseren Platz haben wir es mit einer weiteren Fussballweisheit angereichert und die Formel «Der Ball läuft schneller als jeder Gegenspieler» in unser Training eingebracht.

Kantersiege und «kick and rush»

Als es losging, merkten wir schnell, dass wir in der neuen Welt recht gut mithalten können. Manchmal überzeugten wir spielerisch, manchmal – wenn wir auf körperlich robustere Mannschaften trafen –, kämpften wir wie die Löwen und konnten so manches Spiel in den letzten 20 Minuten mit enormen Willen noch umbiegen. Kurzum: Es hat alles gepasst in den ersten Spielen.

Selbst der schlimmste Regenguss konnte die Jungs nicht davon abhalten an einem Wochenende einen Kantersieg in 2 von 3 Dritteln einzufahren oder auf tiefem Rasen auf dem heimischen Riet mit dem manchmal eben doch notwendigen «Kick and rush» zu gewinnen.

«Toni Kroos», «El Campeon» und der robuste Eishockeygoalie

Auf unsere Torleute, die dieses Jahr auch vom zusätzlichen Goalie-Training profitierten, war in jedem Spiel Verlass: Morris ist ein wahnsinniger Kämpfer auf der Linie und holt selbst mit verknackstem Rücken immer das letzte aus sich raus; Ruben behält in jeder Lage die absolute Übersicht und ist wahrscheinlich einer der am besten mitspielenden Goalies, die man in der E-Jugend sieht.

Im Feld haben wieder alle gezeigt, wie wichtig sie fürs Team sind. Yul (der 6-Tore-Mann) hat eine enorme Spielübersicht und zeigt immer wieder, dass er der entscheidende Spieler sein kann. Philipp spielt und denkt weiterhin wie ein echter «10er» und man munkelt, dass man ihn bereits mit Toni Kroos verwechselt hat. Gianni erinnert uns nicht nur wegen seiner Liebe zu Napoli sondern auch aufgrund seiner unnachahmlichen Dribblings immer wieder an die kleinen quirligen Spielmacher vom Vesuv. Maurice «El Campeon» hat Gerüchten nach ein Trainingslager am Murtensee verbracht, sein einzigartiges Gespür für die Situation weiter ausgebaut und kommt nun mit sagenhaften Kunststücken im gegnerischen Strafraum daher.

Tobi hat sich nach seinem Fussbruch wieder in die Mannschaft zurückgekämpft und bringt eine gewisse Robustheit vom Eishockey mit in die Spiele. Luc hat eine ganz feine Technik und uns alle mit einem Riesenkracher im letzten Spiel beeindruckt. Er ist auch immer wieder mal im Tor vorzufinden, wo er mit seiner Reaktionsschnelligkeit die Gegner zur Verzweiflung bringt. Raul bringt mit unbändiger Kraft eine unheimliche Dynamik in die Spiele und ist mit seinem Freund Kyril und dessen Schussgewalt eine super Kombination auf der Aussenbahn.

Ungeschlagen in die Corona-Pause

Unsere Neuzugänge Angelos, Marios, Ilias und Stefan haben sich toll in die neue Mannschaft eingefunden und sich zu wichtigen Stützen entwickelt. Erion begeistert immer mehr mit seinem enormen Spielwitz und Bernardo hat die perfekte Mischung aus brasilianischer Spielkunst und schweizerischer Disziplin. Er weiss genau, wann er welches Element in das Spiel einbringen muss.

So sind wir ungeschlagen in die nächste Corona-Pause gegangen und werden wohl den nächsten Schritt mit unseren Jungs gehen – und unser Glück demnächst eine Stärkeklasse höher ausprobieren. Das Zeug dazu hat die Mannschaft auf alle Fälle. Wir freuen uns enorm auf die neuen Herausforderungen, die lustigen Trainings und nicht zuletzt die Spiele.

Wir wünschen Euch allen schöne Weihnachten und blicken optimistisch ins neue Jahr. Vielen Dank für all die Unterstützung von den Eltern, ohne deren Mithilfe der Spielbetrieb nur schwer möglich wäre. Wir sind sehr stolz, dass wir so eine tolle Mannschaft trainieren dürfen.

Herzliche Grüsse und bleibt gesund

Michele, Panos & Lutz

Sommercamp mit der Fundaciòn Real Madrid

Auch diesen Sommer werden wir mit einem der grössten Vereine der Welt zusammenarbeiten dürfen. Der Champions League Rekordsieger Real Madrid und dessen Jugendarbeit werden vom 10. – 14. August 2020 mit uns ein Trainingscamp für 7- bis 16-Jährige organisieren. Das Camp ist öffentlich und die maximale Teilnehmerzahl ist beschränkt. Anmeldungen werden nach Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Darum gilt es, sich schnellstmöglich anzumelden und sich so auch Fr. 40.- Rabatt zu sichern.

Die Anmeldung und weitere Infos finden Sie hier.

Unser Ausrüstungspartner «Fussball-Corner Oechslin» öffnet wieder die Türen

Liebe SCZ-Mitglieder

Ab dem 11. Mai lockert die Schweiz viele Coronavirus-Massnahmen. Ab diesem Tag dürfen mehrere Geschäfte wieder öffnen. Unser Ausrüstungspartner «Fussball-Corner Oechslin» wird ebenfalls die Türen, mit anfangs angepassten Öffnungszeiten, wieder öffnen.

Aus diesem Grund profitiert ihr vom 11. Mai bis 30. Juni 2020 von zusätzlichen 10% Rabatt auf das ganze Laden und Online Sortiment, sowie auf die Vereinskollektion. Zeigt den Flyer (s. Download-Link unten) im Laden oder gebt den Code Online ein um von dieser Aktion zu profitieren.

Wir hoffen, dass wir bald wieder in die Normalität beim Alltag und im Fussball zurückkehren. Bleibt gesund und bis bald!

Download Flyer Fussball-Corner Oechslin

Coronavirus: SCZ entscheidet sich für Absage des Grümpi / Schüeli 2020

Vorstand und Turnier-OK des Sportclubs Zollikon haben gemeinsam entschieden, in diesem Jahr auf die Durchführung des ursprünglich für Ende Juni geplanten Grümpel- und Schülerturniers zu verzichten. Grund ist die nach wie vor anhaltende Corona-Pandemie.

Der SCZ bedauert diesen Schritt sehr, handelt es sich beim traditionellen, seit Jahrzehnten ausnahmslos durchgeführten Turnier doch jeweils um den Höhepunkt im Vereinsjahr. Diese Massnahme ist jedoch zwingend nötig, da Grossanlässe mit mehreren hundert Spielern und Zuschauern zur Zeit die Gesundheit aller Beteiligten gefährden könnten. Wir hoffen, Sie im Juni 2021 wieder zum Grümpi und Schüeli auf dem Fussballplatz Riet begrüssen zu können.

Die kürzlich verschobene 59. ordentliche Generalversammlung wird frühestens im September nachgeholt. Das genaue Datum wird der SCZ-Vorstand zu einem späteren Zeitpunkt festlegen. (scz)

Coronavirus: SCZ verzichtet auf sämtliche Trainings und Spiele – GV wird verschoben

Liebe Mitglieder, Trainer, Helfer und Freunde des SC Zollikon

Seit gestern Freitag ist nun bekannt, dass die Schulen in der ganzen Schweiz bis zu den Frühlingsferien «geschlossen» sein werden. Gleichzeitig hat der Bund noch weitere Massnahmen gegen das Corona-Virus getroffen (Hier der Link zum BAG: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/das-bag/aktuell/medienmitteilungen.msg-id-78437.html). Ziel ist es, damit die Ausbreitung des Virus weiter einzuschränken und gefährdete Personen zu schützen.

Da Fussball als Aktivität mit erhöhtem Ansteckungsrisiko eingestuft wird, haben die Fussballverbände der Schweiz und des Kt. Zürich gestern ihre Weisungen ebenfalls angepasst/verschärft.

Für unseren Verein ist das Wohl aller Bürger im Zentrum und darum sind die Entscheidungen des Staats und der Verbände für uns massgebend. Aufgrund dessen gelten für den SC Zollikon bis auf weiteres, resp. bis zu einem nächsten Update, folgende Regeln:

  • Trainings:

Die Trainings ALLER Mannschaften und Trainingspools des SC Zollikon, egal ob im Freien oder in der Halle, werden ausgesetzt. Die Wiederaufnahme der Trainings erfolgt nach Anpassungen der Weisungen des BAG oder der Verbände und wird den Trainern und Mitgliedern per Mail mitgeteilt.

  • Spiele und Turniere:

Es gilt ein Verbot für alle Arten von Spielen und Turnieren ALLER Mannschaften im Kanton Zürich, bis vom Verband neue Anweisungen kommen. Auch hier wird wieder durch uns informiert.

Es ist ganz und gar nicht klar, wie sich die Situation bzgl. Spielbetrieb entwickeln wird. Vorläufig werden Trainingsspiele abgesagt und Meisterschaftsspiele nach hinten verschoben. Um bei einer allfälligen Wiederaufnahme der Meisterschaft bereit zu sein, bitten wir die Spieler oder Eltern von Zeit zu Zeit auf unserer Homepage oder auf jener des FVRZ den Spielplan ihrer betreffenden Mannschaft anzuschauen und sich die Verschiebedaten möglichst freizuhalten.

  • Generalversammlung des SC Zollikon:

Die auf den 30. März angesetzte GV des SC Zollikon wird auf einen noch nicht bekannten Termin nach hinten verschoben. Ein Update zum neuen Datum folgt zu gegebener Zeit.

Der Corona-Virus und dessen weltweite Auswirkungen sorgen leider für ein ziemliches Chaos. Wir sind in einer völlig neuen, unbekannten Situation und dennoch bedacht, unseren Mitgliedern und Mitmenschen eine möglichst sichere Umgebung zu schaffen. Wir würden uns wünschen, dass wir nicht zu solch drastischen Massnahmen greifen müssten und unser Hobby weiter normal ausüben dürften. Gesundheit geht aber vor und besondere Situationen bedürfen besonderer Massnahmen.

Wir hoffen, dass diese Krise baldmöglichst und erfolgreich ausgestanden sein wird und alle wieder ins normale Leben zurück finden werden. Wir versuchen Sie so gut wie möglich auf dem Laufenden zu halten.

Bei Fragen bitten wir Sie, sich an die Trainer, die Juniorenkommission oder an mich persönlich zu wenden.

Besten Dank für Ihre Mitarbeit und für Ihr Verständnis.

Freundliche Grüsse

Ferry Hermida

SC Zollikon

Präsident

 

Einladung zur 59. ordentlichen SCZ-GV: Montag 30. März, 20 Uhr, Riet

Der SCZ lädt all seine Mitglieder ein zur 59. ordentlichen Generalversammlung. Diese findet statt am Montag 30. März 2020 um 20:00 Uhr in unserem Klublokal auf dem Sportplatz Riet.

Einladung zur Generalversammlung des SCZ

Sehr verehrte Gäste, liebe Mitglieder,

Der Sportclub Zollikon freut sich, Sie zur 59. ordentlichen Generalversammlung einladen zu dürfen. Diese findet in unserem Clublokal auf dem Sportplatz Riet in Zollikon statt.

Montag 30. März 2020, Zeit: 20:00 Uhr

Traktanden:

  1. Abnahme des Protokolls der letzten Generalversammlung
  2. Berichte des Vorstands
  3. Abnahme der Jahresrechnung und des Revisorenberichts
  4. Mutationen
  5. Décharge-Erteilung an den Vorstand
  6. Ehrungen
  7. Wahl des neuen Vorstands und der Revisoren
  8. Festsetzung der Mitgliederbeiträge, des Budgets und der Bussen
  9. Statutenänderungen
  10. Anträge von Mitgliedern
  11. Diverses

Anschliessend: Gemütliches Beisammensein bei Speis und Trank!

Gemäss § 12 der Statuten sind Anträge zur ordentlichen Generalversammlung dem Vorstand mindestens 8 Tage vor der Versammlung schriftlich einzureichen.

Gemäss §9 a) sind alle Mitglieder ab 18 Jahren stimmberechtigt.

Protokoll, Jahresrechnung und Revisorenbericht liegen am Tag der Generalversammlung ab 19:30 Uhr zur Einsichtnahme auf oder werden noch per Email verschickt.

***

Zur Vorbereitung hier das Protokoll der 58. SCZ-GV von März 2019 lesen: hier klicken. Und hier geht’s zum Bericht über die letzte GV.

1. Mannschaft: Dem guten Start folgte eine Baisse – doch die Zukunft verheisst Gutes

Die Sommervorbereitung der 1. Mannschaft verlief äusserst zufriedenstellend. Vor allem die Trainingspräsenz war für Zolliker Verhältnisse erstaunlich gut. Und wenn doch einmal Spieler ferienbedingt fehlten, waren jeweils motivierte A-Junioren zur Stelle, die gerne einsprangen und ihren Job zudem hervorragend machten.

Auch der Start in die Saison gelang ordentlich: In der ersten Cuprunde spielten wir gegen die 1. Mannschaft des FC Männedorf (2. Liga) während der gesamten 90 Minuten munter mit; in der zweiten Halbzeit gab es sogar Spielabschnitte, in denen wir dominierten. Letztendlich verloren wir dennoch deutlich, auch weil wir in den Schlussminuten alles nach vorne geworfen hatten. Dennoch überwogen die guten Eindrücke.

Zum Meisterschaftsstart besiegten wir den FC Rüti zu Hause 6:2 und holten ein paar Tage später gegen den zur Winterpause auf dem zweiten Tabellenplatz klassierten FC Meilen ein 1:1-Unentschieden. So weit, so gut.

Plötzlich in eine Negativspirale geraten

Dass es anschliessend weniger gut lief, muss ich gewiss auch auf meine Kappe nehmen. Trainerkollege Julian Nagelsmann hat jüngst im Sportstudio des ZDF erzählt, dass 70% des Trainerjobs Menschenführung ist – und damit hat er nicht ganz Unrecht. Ich konnte in den vergangenen 15 Jahren als Juniorentrainer viele Erfahrungen sammeln, aber ich muss gestehen, dass ich für den Job als «Eis»-Trainer wohl noch nicht ganz bereit war.

Beispielsweise fiel es mir unglaublich schwer, langjährigen Mitspielern und zum Teil auch guten Freunden nun als Trainer gegenüberzustehen und ihnen mitzuteilen, dass sie auf der Bank Platz nehmen müssen oder nicht einmal im Aufgebot stehen. Als wir dann nach drei Niederlagen in Folge (1:2 in Wald, 0:1 in Herrliberg und 1:2 gegen Mönchaltorf) auch noch in eine Negativspirale gerieten, wurde mir das Ganze ehrlicherweise etwas zu viel.

Und obwohl wir im nächsten Spiel in Männedorf mit der wohl besten Leistung der gesamten Hinrunde eine grossartige Reaktion zeigten und drei Punkte holten, war ich unheimlich froh, dass Nicolas Fürer anschliessend kurzfristig einsprang,  um mich zu unterstützen. Ich konnte in den vergangenen knapp zwei Monaten mit ihm sehr viel lernen und mitnehmen; an dieser Stelle ein grosses Dankeschön für Deine Hilfe!

In jedem Spiel mithalten können

Aus diesen Erfahrungen und Fehlern gilt es nun zu lernen und zu wachsen. An meiner Seite habe ich zwei sehr erfahrene Herren, die mich dabei hoffentlich unterstützen werden. Sie sind nicht nur Experten auf ihrem Gebiet, sondern dazu noch fantastische Persönlichkeiten. Lutz und Werni: Ich geniesse die Zusammenarbeit mit euch sehr und auch euch gebührt ein riesiges Dankeschön!

In den letzten sechs Spielen der Hinrunde gewannen wir sechs Punkte. Gegen den FC Weisslingen lagen wir nach 25 Minuten 0:3 zurück, drehten in der zweiten Halbzeit aber auf und holten immerhin noch ein 3:3-Unentschieden. In Hinwil gewannen wir knapp mit 1:0, spielten anschliessend zu Hause gegen den FC Wetzikon 1:1 und auswärts beim FC Stäfa 2:2. Zum Abschluss der Herbstrunde mussten wir leider eine 2:3-Niederlage gegen den souveränen Tabellenführer aus Pfäffikon hinnehmen.

Was bleibt: Obwohl wir in eine starke Gruppe eingeteilt worden waren, konnten wir in jedem Spiel mithalten. Ja, wir haben zum Teil schrecklich gespielt – und doch bin ich der Meinung, dass wir in jedem Spiel mindestens einen Punkt verdient gehabt hätten.

Sechs Punkte in der Schlussphase verspielt

Abschliessend ein «fun» fact: Kurioserweise verspielten wir in den Schlussminuten oder gar -sekunden sechs Punkte. Der FC Wald und der FC Mönchaltorf erzielten in der Nachspielzeit ihre Treffer zu den knappen 2:1-Siegen, und sowohl gegen den FC Wetzikon als auch gegen den FC Stäfa mussten wir in allerletzter Sekunde den Ausgleich hinnehmen.

Hätten die Schiedsrichter in der zurückliegenden Vorrunde jeweils nach 85 Minuten abgepfiffen, hätten wir 19 Punkte auf dem Konto und stünden somit auf dem 4. Rang – nur einen Zähler hinter dem Tabellenzweiten… Aber eben: hätte, hätte, Fahrradkette.

Nun gilt es in der Winterpause Gas zu geben, um in der Rückrunde die Farben des SCZ so gut wie möglich zu verteidigen. Wir haben auf jeden Fall das Talent und das Potenzial in der Mannschaft, um eine gute Frühlingsrunde zu spielen. Auch wenn wichtige Mannschaftsstützen wie zum Beispiel Matteo Felder, Andrea Schärer, Severin Oechslin, Gianluca De Nard oder Sascha Martin immer öfter aus geschäftlichen Gründen abwesend sein werden, bin ich überzeugt, dass wir den Umbruch schaffen werden, den es in den nächsten Monaten und Jahren mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit geben wird.

Die Zukunft glänzt golden

Unsere fünf jungen Wilden im Team – Jesper Montezin (Jg. 99), Calvin Glarner (Jg. 99), Dimitri Schmid (Jg. 99), Eros Montanaro (Jg. 2000) und Philip Dengler (Jg. 2002) – machen bereits einen sehr guten Job; und auch die Jungs, die in den nächsten Jahren den Sprung in die 1. Mannschaft wagen werden, sind herausragende Fussballer und Persönlichkeiten.

Unsere B-Junioren beispielsweise haben im Herbst 2019 mit dem Aufstieg in die Coca Cola League gezeigt, was in ihnen steckt. Einige von ihnen haben schon das eine oder andere Training mit der 1. Mannschaft absolviert. Es würde mich nicht überraschen, wenn bereits ab Sommer 2020 die Namen Ryan Moser, Dominik Hug, Kerisan Jegatheeswaran, Niels Montezin, Lukas Geiger, Leon Kästli, Matteo Recchia, Jay Bärtschi oder Paco Tonet auf der Kaderliste der 1. Mannschaft zu finden wären.

Unsere A-Junioren hatten vielleicht nicht die erfolgreichste Herbstrunde, trotzdem aber findet man auch in diesem Kader hervorragende Persönlichkeiten und Fussballer. Basil Kauth, Jason Mäder, Matthias Oedman, Christian Garcia oder Marc Vogelsanger haben in der Hinrunde oft mit uns mittrainiert und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. 24 Junioren (Jahrgänge 2000 bis 2004) gehören aktuell zum erweiterten Kader der 1. Mannschaft und jedem einzelnen traue ich zu, dass er fussballerisch wie auch menschlich den Sprung zu uns schaffen wird.

Die Knochen für den SCZ hingehalten

Auch wenn die 1. Mannschaft des SC Zollikon in den letzten 18 Monaten nicht immer gut gespielt hat, möchte ich zum Schluss sagen, dass ich unheimlich stolz auf dieses Team bin und die Kritik, die ich manchmal von unseren «Fans» höre, überhaupt nicht verstehen kann. Was diese Jungs für den Verein leisten ist der absolute Wahnsinn. Wir haben Geschäftsführer, Astrophysiker, Professoren, Architekten usw. im Team, die soooooo viel um die Ohren haben und trotzdem stehen sie jeden Dienstag, Donnerstag und Sonntag auf dem Fussballplatz und halten ihre Knochen hin für den SCZ.

Und als ob das nicht schon genug wäre, stehen sie zudem als Juniorentrainer an der Seitenlinie, üben ein ehrenamtliches Amt aus, organisieren das SCZ-Weihnachtsturnier oder helfen tatkräftig beim Grümpi und Zeitungssammeln mit. Das ist aus meiner Sicht überhaupt nicht selbstverständlich und es gibt wohl kaum eine 1. Mannschaft in der Region, die Ähnliches leistet. Darum vielen herzlichen Dank für euren Einsatz und wie Sascha immer sagt: «riese Truppe!»

Tomas Hermida