59. + 60. SCZ-Generalversammlung: Positives zu den Vereinsfinanzen – und zwei Abschiede

Erstmals in der Vereinsgeschichte hat der Sportclub Zollikon kürzlich zwei Generalversammlungen gleichzeitig abgehalten: Weil die 59. ordentliche GV im vergangenen Jahr wegen des Coronavirus abgesagt werden musste, wurde sie am 4. Oktober 2021 mit der 60. ordentlichen GV kombiniert. SCZ-Kassier Graziano Cocchiarella erläuterte die positive Entwicklung der Vereinsfinanzen in den vergangenen zwei Jahren, Präsident Ferry Hermida berichtete über die nicht immer einfachen Entscheide im Zusammenhang mit der Pandemie – und mit Vorstandsmitglied Dennis Bühler und Wendy Winkler, der Kioskbetreiberin auf dem Riet, wurden zwei langjährige SCZler mit tosendem Applaus verabschiedet.

Lest hier das ausführliche Protokoll der 59. + 60. Generalversammlung:

Bildlegende: SCZ-Präsident Ferry Hermida übergibt Wendy Winkler eine Orchidee als Dank für die jahrelange Treue. (Bild Denise Rämi)

Einladung zur 59. und zur 60. Generalversammlung des SCZ

Der Sportclub Zollikon freut sich, seine Mitglieder zur 59. und 60. ordentlichen Generalversammlung einladen zu dürfen. Die Versammlungen werden zusammengelegt, da sie wegen der in den vergangenen Monaten herrschenden Corona-Pandemie ausgefallen und/oder verschoben worden waren.


Die Generalversammlung findet in unserem Clublokal auf dem Sportplatz Riet statt. Wegen der am 13. September in Kraft gesetzten Corona-Massnahmen gilt für diesen Anlass im Innern des Gebäudes Zertifikatspflicht.

Durchführung:           Montag 04. Oktober 2021, Zeit: 20:00 Uhr

Traktanden:

 1.        Abnahme des Protokolls der letzten Generalversammlung

 2.        Abnahme der Jahresrechnung und des Revisorenberichts 2019

3.         Berichte des Vorstands

 3.        Abnahme der Jahresrechnung und des Revisorenberichts 2020

 4.        Mutationen

 5.        Décharge-Erteilung an den Vorstand

 6.        Ehrungen

 7.        Wahl des neuen Vorstands und der Revisoren

 8.        Festsetzung der Mitgliederbeiträge, des Budgets und der Bussen

 9.        Statutenänderungen

10.       Anträge von Mitgliedern

11.       Diverses

Gemäss § 12 der Vereinsstatuten sind Anträge zur ordentlichen Generalversammlung dem Vorstand mindestens 8 Tage vor der Versammlung schriftlich einzureichen.

Gemäss §9 a) der Vereinsstatuten sind alle Mitglieder ab 18 Jahren stimmberechtigt.

Das Protokoll der letzten Generalversammlung ist auf der Startseite unserer Homepage zur Durchsicht aufgeschaltet: www.sczollikon.ch

Die Jahresrechnung und der Revisorenbericht liegen am Tag der Generalversammlung ab 19:30 Uhr zur Einsichtnahme auf.

Während der GV wird kein Essen ausgegeben. Im Anschluss an die Veranstaltung serviert Wendy Winkler Fleischkäse mit Brot. Interessierte Hungrige melden sich zwecks Vorbereitung bitte vorgängig mit einem Mail (bis am 01. Oktober) direkt bei Wendy: rietwendy@gmail.com

Mit den besten Wünschen grüsst für den Vorstand des Sportclub Zollikon

Ferry Hermida

SC Zollikon

Präsident

Kantonale Bestimmungen zum Covid-Zertifikat für Anlässe im Gebäudeinnern

Gültigkeitsdauer

Die Gültigkeitsdauer unterscheidet sich je nachdem, ob Sie eine COVID-19-Impfung, eine durchgemachte Erkrankung oder ein negatives Testergebnis haben. Aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse kann sich die Gültigkeitsdauer auch verändern.

Für geimpfte Personen

Die Gültigkeitsdauer umfasst 365 Tage ab Verabreichung der letzten Impfdosis.

Für genesene Personen

Die Gültigkeit beginnt ab dem 11. Tag nach dem positiven PCR-Testresultat und dauert 180 Tage ab Testdatum.

Für negativ getestete Personen

PCR-Test

Die Gültigkeitsdauer umfasst 72 Stunden ab dem Zeitpunkt der Probeentnahme.

Antigen-Schnelltest

Die Gültigkeitsdauer umfasst 48 Stunden ab dem Zeitpunkt der Probeentnahme.

Ed-Junioren: Einige Samstage zu echten Freudentagen gemacht

Am Ende eines teils zermürbenden und aufreibenden Jahres schauen wir alle dankbar, stolz und zufrieden auf eine im Frühling glücklicherweise wieder aufgenommene Rückrunden-Saison zurück.

Wie alle in- und ausserhalb des Fussballbetriebs stellte das Corona-Jahr auch uns vor einige Schwierigkeiten und Herausforderungen. Waren in der Herbstrunde der Trainings- und auch Spielbetrieb den zu diesem Zeitpunkt verständlichen Sicherheitsmassnahmen des Bundes zum Opfer gefallen, so war die Freude dann umso grösser, als zum Frühlingsbeginn 2021 zunächst der Sportplatz Riet wieder öffnete und später sogar eine ganze Reihe an Spielen ausgetragen werden konnte.

Das unermüdliche Wiederholen lohnte sich

Aufgrund der Geburtsjahrgänge unserer Nachwuchskicker war es uns Trainern vergönnt, eine nahezu identisch wie im Vorjahr zusammengesetzte Ed-Mannschaft ein weiteres Jahr betreuen zu können. Und – siehe da – das unermüdliche Wiederholen von Übungen zu Pass- und Positionsspiel, Aufbau von Angriffen und Torabschluss sowie das gemeinsame Verteidigen bei Gegenangriffen trugen Früchte.

Im Unterschied zur Vorsaison konnten die Kinder jedes Spiel ausgeglichen gestalten und am Ende stand eine gute Bilanz von etwa gleich vielen Unentschieden, Niederlagen und eigenen Siegen. Aus Sicht der Kids ist sicherlich die ungleich höhere Zahl an erzielten Toren hervorzuheben, die das eigene Selbstbewusstsein hob und einige Samstage zu Freudentagen machte.

Grossartiger Teamgeist

Aus Sicht der – nach erneuter Zulassung von Zaungästen und Zuschauern – zahlreich unterstützenden Eltern und auch uns Trainern bleibt vor allem das oftmals schön anzuschauende Spiel in Erinnerung. Klug aufgebaute Ballstafetten, herausgespielte Chancen und der sichtbare Mannschaftsgeist, dank dem einer für den anderen lief, man gemeinsam Tore bejubelte und sich nach Rückschlägen gegenseitig Mut zusprach, machten Riesenfreude beim Zusehen.

Auch wenn es schade ist, dass sich im nächsten Jahr die Wege einiger Kinder aufgrund von Mannschaftswechseln trennen werden, bleibt doch ein gutes Gefühl zurück, da wir eine tolle Rückrunde zusammen verbringen durften, die im Juni passend mit einem schönen Sommerabschlussfest auf dem Riet (grosser Dank hierfür an Wendy!) beendet wurde.

Dani & Frank

Ea-Junioren: 22 Siege in Serie mit mehr als 200 Toren – die Saison im Video-Rückblick

Die Ea-Junioren des SCZ haben im Frühsommer 2021 brilliert. Im Video sind einige der schönsten Spielzüge des Teams von Trainer Sebastian Müller zu sehen: Link auf Vimeo.

Coronavirus: Grümpi und Schüeli 2021 abgesagt

Der Vorstand des Sportclubs Zollikon und das Grümpelturnier-OK haben sich gemeinsam entschieden, wegen der andauernden Pandemie auf die Durchführung des beliebten alljährlichen Fussballturniers zu verzichten, das ursprünglich für das Wochenende vom 25. bis 27. Juni vorgesehen gewesen wäre. Nach 2020 kann das Turnier somit leider bereits zum zweiten Mal in Folge nicht stattfinden.

Der SCZ wünscht all seinen Angehörigen und Anhängern beste Gesundheit & freut sich auf den Moment, wenn er euch endlich wieder auf dem Riet begrüssen darf. Es kommen wieder bessere Zeiten!

Ea-Junioren: Drei Spiele, drei Siege – und 58 Tore.

Nachdem die in der Promotion engagierten Zolliker Ea-Junioren die ersten beiden Meisterschaftsspiele gegen Küsnacht und Wetzikon mit einem Gesamtscore von 48:7 gewonnen hatten, folgte mit dem FC Rüti der erste Härtetest in der Rückrunde. Der Kurzbericht mit Video von Trainer Sebastian Müller.

An einem tollen Samstagvormittag dominierten die Zolliker Jungs von Anfang an das Spiel. Der Gegner kam nicht einmal gefährlich vor unser Tor, und so gingen wir verdient mit 3:0 in die Pause. Im Mitteldrittel erhöhten wir auf 7:1 und erzielten dabei einige sehenswerte Tore, und auch im letzten Drittel waren wir das klar bessere Team und gewannen schlussendlich verdient 10:2.

Rüti war der erwartet unbequeme Gegner, welcher die ersten beiden Spiele ebenfalls klar gewonnen hatte. Umso mehr: Grosses Kompliment an die Mannschaft – das war beeindruckend!

Die Highlights der Partie im Video: hier klicken.

Der Ball rollt wieder – wir zeigen exklusiv erste Bewegtbilder vom Fussballplatz Riet

Bei den Aktiven ruht der Betrieb Corona-bedingt weiterhin, die Zolliker Juniorinnen und Junioren aber dürfen ihrem liebsten Hobby seit einigen Tagen wieder frönen. Klickt hier, wenn Ihr Videobilder des Spiels unserer Ea-Junioren sehen wollt – und ganz viele Tore im Derby gegen den Nachbarn FC Küsnacht: Link zu Vimeo.

Zum Tod von Heini Oechslin: Der Sportclub trauert um eine Vereinslegende

Heini Oechslin ist 87-jährig verstorben. Der Gründer und langjährige Inhaber des weitherum bekannten «Fussballcorner Oechslin» hat sich auch für den SCZ verdient gemacht: Anfang der 80er-Jahre ermöglichte er als Trainer den erstmaligen Aufstieg in die 2. Liga, im Jahr 2001 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Erinnerungen an eine prägende Figur unserer Vereinshistorie.

Am 4. Januar 2021 ist Heinrich «Heini» Oechslin 87-jährig in Zürich gestorben. «Nach einem langen, mit viel Herz und Grosszügigkeit erfüllten Leben, welches er stets seinem geliebten Fussball widmete, ist er von uns gegangen», heisst es in der Todesanzeige. «Er bleibt in unserer Erinnerung.»

Dies gilt nicht nur für seine Angehörigen und tausende Fussballfans, die in seinem Spezialgeschäft «Fussballcorner Oechslin» am Schaffhauserplatz in Zürich ihre ersten Nockenschuhe kauften, sondern auch und gerade für den Sportclub Zollikon. In unserem Verein nämlich hat Heini Oechslin tiefe Spuren hinterlassen.

«Ich habe meine Versprechungen immer gehalten»

Zum SCZ kam Oechslin im Sommer 1979, zu einem für den Verein schwierigen Zeitpunkt. Als der damals 45-Jährige einige Monate zuvor seine Bereitschaft erklärt hatte, ab der Saison 1979/80 gemeinsam mit Assistenztrainer und Masseur Armin Honko die 1. Mannschaft zu übernehmen, deutete noch kaum etwas daraufhin, dass sich diese bald in den Niederungen der 4. Liga befinden könnte – ein einziger Punkt aus den verbleibenden letzten vier Saisonspielen hätte ihr zum Klassenerhalt genügt. Das Team von Trainer Röbi Willimann aber schaffte es nicht, einen seiner vier Matchbälle zu verwerten, und so fand sich der ambitionierte Oechslin auf einmal in der 4. Liga wieder. Seine Zusage zurückzuziehen sei für ihn dennoch nicht in Frage gekommen, erinnerte sich Oechslin Mitte der 2000er-Jahre, als er für die damalige SCZ-Vereinszeitschrift «Dribbling» porträtiert wurde. «Ich habe meine Versprechungen immer gehalten.»

Im ersten Training mit den Zolliker Fussballern gab Oechslin sein Motto bekannt, wie sich Weggefährten noch heute erinnern: «Ein Training fällt nur aus, wenn ein Krieg ausbricht oder wenn es ein Erdbeben gibt – nie aber wegen schlechten Wetters.» Der Eifer zahlte sich aus, sogleich gelang dem «Eis» der Wiederaufstieg in die 3. Liga (nicht zuletzt dank eines Hattricks von Pierre «Pipo» Ecklin beim 5:0 im Entscheidungsspiel in Greifensee).

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Mit dem SCZ gegen Köbi Kuhn gespielt

In der Saison 1980/81 erreichte das Team den dritten Tabellenrang, danach durfte es im Rahmen der Festivitäten zur Einweihung eines zweiten Fussballfeldes auf dem Riet gegen die Zürcher Alt-Internationalen um Köbi Kuhn und Bigi Meier antreten. Im Sommer 1982 gelang dann sogar der erstmalige Aufstieg in die 2. Liga, wobei Oechslin zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr an der Seitenlinie stand. Wenige Wochen zuvor war er zum FC Thalwil gewechselt und von Renato Armellino ersetzt worden, der als Spielertrainer vom FC Baden nach Zollikon kam. Auch wenn Oechslin nie länger als drei, vier Jahre bei einem Verein ausharrte, blieb er all seinen Stationen ein Leben lang verbunden: Nicht nur dem FC Wollishofen, den er 1952 mitgegründet hatte und auf dessen Sportanlage Sonnau er bis vor wenigen Jahren regelmässig anzutreffen war.

Sondern auch dem SC Zollikon. Mit seinem Geschäft war er lange Jahre ein wichtiger Sponsor und Partner unseres Vereins. Gegründet hatte Oechslin seinen «Fussballcorner» bereits 1974. Zunächst war er beim Milchbuck präsent, ab 1976 dann am Schaffhauserplatz. Zuvor hatte er bei Bally als Geschäftsführer und Chefeinkäufer für Handtaschen Erfahrungen gesammelt. «Ich habe mein ganzes Herz und Vermögen in den ‚Fussballcorner’ gesteckt, obwohl mir einige Leute davon abgeraten haben», sagte er einst dem «Tages-Anzeiger». Weil Fussball ein saisonaler Sport sei und die Spielpausen im Hochsommer und im Winter das Geschäft vermiesen würden, solle er sich besser auf mehrere Sportarten abstützen. Oechslin liess sich jedoch nicht von seiner Idee abbringen – und hatte bald grossen Erfolg. 1988 schrieb die NZZ, sein Sortiment sei selbst im internationalen Vergleich derart einmalig, dass Kunden von weither an den Schaffhauser Platz reisen würden: Wo sonst gebe es Theorietafeln zu kaufen, Massagekoffer und «natürlich Dutzende von Fussballschuhmodellen, auch aus feinstem Känguruhleder, mit Stollen und Nocken»?

Rabatt selbst dann, als der «Fussballcorner» rote Zahlen schrieb

In den Anfangsjahren lockte Oechslin die Kundschaft häufig mit Weltstars, die sich für Autogrammstunden in seinem Geschäft einfanden (darunter etwa Ruud Gullit). Andere Fussballer gingen im ersten Fussballfachgeschäft der Schweiz ein und aus, bevor sie zur grossen Karriere ansetzten: So verdienten sich als Teilzeitangestellte beispielsweise Urs Fischer, heute Trainer des Bundesligisten Union Berlin, Urs Schönenberger, später als Trainer mit Thun in der Champions League erfolgreich, oder Gianpietro «Frank» Zappa einen Zustupf im «Fussballcorner».

Für den SCZ war Oechslin mit seinem Angebot stets die perfekte Adresse für Match-Tenues und Fussballschuhe. Auch in Zeiten, in denen das Geschäft rote Zahlen schrieb und zuzugehen drohte, war er immer bereit, uns einen ansehnlichen Rabatt auf unsere Einkäufe zuzugestehen. Ebenso hat er uns zuverlässig mit Preisen für unsere Grümpis und Jassturniere ausgestattet. Und bei jedem unserer Besuche in seinem Laden hat Oechslin sich für die Situation des SC Zollikon interessiert. Warum der SCZ in den Neunzigerjahren in eine sportliche Krise geriet, die ihn zeitweise bis in die 5. Liga führte, konnte er nie richtig nachvollziehen. «Der Verein machte wohl den Fehler, viele Auswärtige zu holen», wurde er im besagten «Dribbling»-Artikel zitiert. «Als diese den Abstieg nicht verhindern konnten, machten sie sich alle aus dem Staub – und alles brach auseinander.»

Mitte der Nullerjahre attestierte Oechslin dem SCZ das Potenzial für die 3. Liga – ein Ziel, das die 1. Mannschaft im Jahre 2011 unter dem Trainerduo Alain Merkli und Nicolas Fürer dann auch endlich erreichte. Viel mehr sei heutzutage kaum mehr möglich, wenn ein Verein auf Zahlungen an Spieler verzichte, sagte Oechslin. «Und Geld ist in der Nachwuchsförderung gewiss besser eingesetzt.» Nach dem Aufstieg 2011 war er einer der ersten Gratulanten und offerierte dabei der Mannschaft eine grosse Getränkerunde.

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Die Erinnerungen seines ehemaligen Spielers

Diese Herzlichkeit und Nähe zum SCZ beschränkte sich allerdings nicht nur auf die sporadischen Treffen und Gespräche in seinem Geschäft. Sehr häufig konnte man Oechslin an Spielen unserer Teams und praktisch jährlich an den Generalversammlungen auf dem Riet begrüssen – immer mit einem freundlichen Wort und einem Lächeln im Gesicht.

Auch bei seinen ehemaligen Schützlingen, den von ihm trainierten Spielern der 1. Mannschaft, hat er einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nach dem Abgang von Röbi Willimann habe sich das Team im Umbruch befunden, erinnert sich Peter «Chäsli» Kies. Oechslins Antritt als neuer Trainer habe sich in der Region herumgesprochen und etliche seiner früheren Spieler dazu bewogen, beim SCZ einzusteigen.

Peter Kies: «Innert Kürze verstand es Heini, das Team mit den punktuellen Ergänzungen zusammenzuschweissen und auch im Umfeld des Vereins Begeisterung zu entfachen. So zog er bei unseren Zusammenzügen nicht nur den Masseur mit ein, sondern immer wieder auch andere Personen – von Schiedsrichtern über das Platzwartehepaar und den ZoBo-Redaktor bis zum Leibchensponsor oder Verbandsobrigen. Die Trainingsgestaltung war legendär, berüchtigt waren vor allem die endlosen Hürdenläufe auf dem Riet und die regelmässigen Sprintwettbewerbe. Die Resultate blieben nicht aus und der Aufstieg in die 3. Liga gelang gleich im ersten Anlauf. Einen Namen machte sich Heini mit der Einführung des indirekten Penaltys. Diese wurden zu jener Zeit nie angewandt, auch wenn sie gemäss Reglement zugelassen waren. Da sich die Schiedsrichter dessen des Öfteren nicht bewusst waren, avisierte Heini sie zur Entwirrung jeweils vor dem Spiel. Dank gezieltem Training der selektiv bezeichneten Schützen wurden diese Penaltys immer zum Spektakel und auch Erfolgserlebnis.

Die Siegeswelle blieb auch bei der Bevölkerung nicht unbemerkt und lockte wieder manche Zuschauer aufs Riet und sogar zu Auswärtsspielen. Dies wusste der geschäftstüchtige Trainer insofern zu nutzen, als er ein Totosystem einführte, welches der Mannschaftskasse zugutekam und dem Team zahlreiche Ausflüge ermöglichte: Wir verreisten in Skiweekends, verbrachten Wochenenden mit Freundschaftsspielen und besuchten Spiele im Ausland, zum Beispiel in London. Unvergesslich waren zudem die von ihm an solchen Anlässen regelmässig durchgeführten Lottospiele, an denen er seine Grosszügigkeit mit Preisen aus dem ganzen Sortiment seines ‹Fussballcorners› zeigte.

Das vor Heimspielen anberaumte sonntägliche Mannschaftsfrühstück mit Partnerinnen um 7 Uhr morgens im Hotel Atlantis mit anschliessendem Spaziergang erlangte Kultstatus.

Beliebt war Heini nicht nur dank seines respektvollen Umgangs mit Gegnern, Schiedsrichtern und Eltern, sondern auch bei uns Spielern wegen seines umsorgenden Führungsstiles. Musste ein Spieler wegen Krankheit einem Spiel fernbleiben, war er der erste, der sich nach dem Match beim Spieler oder seinen Eltern telefonisch meldete, um sich nach dem Befinden zu erkundigen und den Spielausgang zu rapportieren. Um die persönlichen Belange der Studenten und der ganz jungen Spieler, auf die er bedingungslos setzte, kümmerte er sich mit Einfühlungsvermögen.

Sein Herz für den SCZ und unsere damalige Mannschaft stellte er auch nach seinem Weggang unter Beweis, indem er regelmässig und bis vor wenigen Jahren ein Ehemaligen-Treffen mit der Aufstiegsmannschaft organisierte, für das die damaligen Spieler aus der ganzen Schweiz anreisten – selbstverständlich durfte auch das Lotto nie fehlen.

Diese Treffen wurden leider in der letzten Zeit immer seltener und so beschränkten sich   unsere Begegnungen auf persönliche Treffen mit vereinzelten Spielern. Noch heute ‹tschüttelen› einige dieser Ehemaligen mit den Veteranen, und nicht selten erinnert einer mit einem Spruch aus Heinis Zitatenschatz an diese menschlich glanzvolle Zeit: So werden beispielsweise Zuspiele von Pedro auch heute noch ab und zu mit ‹helle Wahnsinn› oder ‹Wältklass› kommentiert.

Auch wenn wir auch fussballerisch viel von Heini lernen konnten, bleibt vor allem das Menschliche, das er uns weitergegeben hat, in uns haften. Wir werden an zukünftigen Versammlungen weiterhin und erst recht das ‹Fussballcorner›-Leibchen tragen, nicht nur auf dem Körper, sondern vor allem im Herzen.

Du wirst uns fehlen.»

Wegen seiner Verdienste für den SCZ wurde Oechslin 2001 zum Ehrenmitglied ernannt. Ganz wohl habe er sich bei jener Generalversammlung nicht gefühlt, sagte er einige Jahre später. Er sei schliesslich Trainer gewesen und «als solcher erhält man ja eine Spesenentschädigung und arbeitet nicht ehrenamtlich – daher hätte man eigentlich auch keine Ehrenmitgliedschaft verdient.» Die anwesenden Vereinsmitglieder sahen das jedoch anders und applaudierten lange, nachdem sie ihn in den kleinen Kreis der Ehrenmitglieder aufgenommen hatten.

Mit Heini Oechslin verliert der SCZ nun also ein Ehrenmitglied und gleichzeitig einen der Grossen seiner Vereinsgeschichte. Von ihm Abschied zu nehmen, stimmt uns traurig. Aber dennoch überwiegt die Dankbarkeit für das, was er dem SCZ und uns persönlich gegeben hat und was mir mit ihm erleben durften.

Ruhe in Frieden, Heini…

Im Namen des gesamten SCZ:

Dennis Bühler, Ferry Hermida und Peter Kies

Auf ein gesundes 2021! Die Neujahrsansprache des Präsidenten

Liebe Mitglieder und Freunde des SC Zollikon

Das Jahr 2020 ging gestern vorüber. Und wenn ich jeweils eine Jahresabschluss-Rede schreibe, fällt mir das eigentlich ganz leicht. Heute allerdings überhaupt nicht. Das «Überthema» war zwar schon lange klar, aber ich habe mich sehr schwergetan, einen passenden Rückblick zu verfassen.

Aus sportlicher Sicht kann man die vergangenen zwölf Monate vielleicht wie folgt zusammenfassen: Im Jahr, in dem der SCZ seinen 60-jährigen Geburtstag «gefeiert» hat, wurde sowohl die Fussballmeisterschaft abgebrochen, wie kürzlich nun auch unterbrochen. Ebenso hat mehrmals der Trainingsbetrieb ausgesetzt und sogar die Sportanlagen mussten geschlossen werden. Teilweise wurde stattdessen vor dem Bildschirm trainiert. Als eine kleine Gruppe Zolliker vor 60 Jahren den SCZ gegründet hat, damit sportlich Interessierte sich in einem Verein betätigen können, dürfte kaum jemand damit gerechnet haben, dass es einmal eine solche Situation geben könnte, wie wir sie im vergangenen Jahr erlebt haben.

Dass wir wegen der ungewöhnlichen Umstände unser Jubiläum nicht miteinander feiern konnten, ist aus meiner Sicht ziemlich irrelevant. Etwas schlimmer war dann schon, dass unser Schüeli / Grümpi nicht stattgefunden hat – mehr aus sozialem Aspekt als wegen der Finanzen. Aber auch das ist verkraftbar. Am schmerzhaftesten waren aus meiner Sicht die Spiel- und Trainingsausfälle, denn: Eigentlich tun wir mit unserem Verein und dem darin hineingesteckten Einsatz etwas für die Gesundheit. Es ist also zumindest etwas paradox, dass wir diese gesunde «Sache» nicht mehr ausführen können, um anderswie «gesund zu bleiben».

Wir die meisten Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz haben auch der Vorstand und die Kommissionen im Verein in dieser Zeit viel mit den Umstellungen zu kämpfen gehabt. Ich würde allerdings behaupten, dass sich die Verantwortlichen im Verein noch nie so einig waren wie in dieser schwierigen Zeit. Dass die Gesundheit aller Menschen vorgeht, war immer oberstes Gebot – und zwar einstimmig. Ich bin froh, dass wir im Vorstand praktisch durchwegs die gleichen Werte vertreten. Ich möchte mich hiermit bei den Vorstandsmitgliedern dafür bedanken, dass sie ihre Hauptaufgabe darin sehen, eine soziale Einrichtung zu führen, welche sich primär um das Wohl seiner Mitgliederinnen und Mitglieder kümmert.

Unter anderem weil unsere FusballerInnen besonders unter den speziellen Umständen gelitten haben, möchte ich mich hier auch noch – etwas mehr als sonst – ganz herzlich bei allen TrainerInnen und HelferInnen im Verein bedanken. Euer Einsatz war gezwungenermassen sehr unregelmässig. Obwohl ihr teilweise zurückgebunden wurdet, habt ihr euch im vergangenen Jahr extrem für den Verein und eure Teams eingesetzt. Wir sind froh, dass wir auf euch zählen konnten und hoffen, dass wir das auch in Zukunft weiterhin können werden. Eure Arbeit und euer Einsatz sind weiterhin einer der wichtigsten Bestandteile unserer Gesellschaft!

Rückblickend hoffe ich, dass die SCZ-Familie im vergangenen Jahr so gesund wie möglich geblieben ist. Wir wissen, dass nicht alle Menschen im Umfeld des Vereins komplett verschont geblieben sind. Wir hoffen aber, dass sich inzwischen alle erholt haben respektive sich davon erholen werden. Wenn ich oder der SCZ jemandem helfen kann, der durch eine schwierige Situation geht, dann soll er/sie nicht zögern, uns zu kontaktieren.

Natürlich ist unser grösster Wunsch, dass sich die Situation bessert, damit wir hoffentlich bald unser gewohntes Leben zurückbekommen. Unsere Mitglieder sollen wieder ihrem Hobby nachgehen können, der Ball soll wieder ohne Unterbrüche rollen… Mit der Hilfe von euch allen schaffen wir das schneller. Ich bedanke mich darum im Namen des Vorstandes auch bei allen Mitgliedern, Eltern, Freunden und Begleitern des SCZ für eure Geduld und eure Unterstützung.

Hoffentlich sehen wir uns bald einmal wieder unter «normalen» Bedingungen auf dem Riet!

Alles Gute und vor allem viel Gesundheit für 2021!

Ferry Hermida

SC Zollikon, Präsident

E-Junioren: Unser erstes, ereignisreiches und unberechenbares Jahr

2020 wird für uns alle als eines der ereignisreichsten und unberechenbarsten Jahre in Erinnerung bleiben. Dennoch wollen wir uns hier den Luxus gönnen und Corona für einmal ausblenden und auf die erste Saisonhälfte unserer Jungs als E-Jugend zurückblicken.

Von der «F» ins «E» – das war schon was. Irgendwie hat man schon im Sommer gemerkt, dass unsere Mannschaft ready war, um endlich in eine richtige Saison mit Spielen an jedem Wochenende einzusteigen und die Kleinfeldturniere aus der «G»- und «F»-Juniorenzeit hinter sich zu lassen.

Die grössten Fragen für uns Neulinge auf dem neuen Terrain konnten wir im Frühsommer mit Carlo und John klären, sodass wir uns ab dann voll aufs Sportliche konzentrieren konnten. Vielen Dank Euch beiden an dieser Stelle nochmal für die Hilfe und die Erklärungen zu Stärkeklassen, optimale Kadergrösse, Regelwerk etc.

Grösseres Feld und längere Spieldauer

Die bestehende Mannschaft konnten wir mit 4 Neuzugängen aus anderen F-Jugenden weiter stärken und nun hiess es, die Vorbereitung für die Matches auf einem grösseren Feld und über eine Spieldauer von 3x20Minuten mit nun 2x Training pro Woche aufzunehmen.

Da die Jungs unser Leitmotto «Passen, Passen und noch mal Passen» mittlerweile schon in 10 Sprachen singen können, sind wir ihm auch in diesem Jahr treu geblieben. Mit Blick auf den grösseren Platz haben wir es mit einer weiteren Fussballweisheit angereichert und die Formel «Der Ball läuft schneller als jeder Gegenspieler» in unser Training eingebracht.

Kantersiege und «kick and rush»

Als es losging, merkten wir schnell, dass wir in der neuen Welt recht gut mithalten können. Manchmal überzeugten wir spielerisch, manchmal – wenn wir auf körperlich robustere Mannschaften trafen –, kämpften wir wie die Löwen und konnten so manches Spiel in den letzten 20 Minuten mit enormen Willen noch umbiegen. Kurzum: Es hat alles gepasst in den ersten Spielen.

Selbst der schlimmste Regenguss konnte die Jungs nicht davon abhalten an einem Wochenende einen Kantersieg in 2 von 3 Dritteln einzufahren oder auf tiefem Rasen auf dem heimischen Riet mit dem manchmal eben doch notwendigen «Kick and rush» zu gewinnen.

«Toni Kroos», «El Campeon» und der robuste Eishockeygoalie

Auf unsere Torleute, die dieses Jahr auch vom zusätzlichen Goalie-Training profitierten, war in jedem Spiel Verlass: Morris ist ein wahnsinniger Kämpfer auf der Linie und holt selbst mit verknackstem Rücken immer das letzte aus sich raus; Ruben behält in jeder Lage die absolute Übersicht und ist wahrscheinlich einer der am besten mitspielenden Goalies, die man in der E-Jugend sieht.

Im Feld haben wieder alle gezeigt, wie wichtig sie fürs Team sind. Yul (der 6-Tore-Mann) hat eine enorme Spielübersicht und zeigt immer wieder, dass er der entscheidende Spieler sein kann. Philipp spielt und denkt weiterhin wie ein echter «10er» und man munkelt, dass man ihn bereits mit Toni Kroos verwechselt hat. Gianni erinnert uns nicht nur wegen seiner Liebe zu Napoli sondern auch aufgrund seiner unnachahmlichen Dribblings immer wieder an die kleinen quirligen Spielmacher vom Vesuv. Maurice «El Campeon» hat Gerüchten nach ein Trainingslager am Murtensee verbracht, sein einzigartiges Gespür für die Situation weiter ausgebaut und kommt nun mit sagenhaften Kunststücken im gegnerischen Strafraum daher.

Tobi hat sich nach seinem Fussbruch wieder in die Mannschaft zurückgekämpft und bringt eine gewisse Robustheit vom Eishockey mit in die Spiele. Luc hat eine ganz feine Technik und uns alle mit einem Riesenkracher im letzten Spiel beeindruckt. Er ist auch immer wieder mal im Tor vorzufinden, wo er mit seiner Reaktionsschnelligkeit die Gegner zur Verzweiflung bringt. Raul bringt mit unbändiger Kraft eine unheimliche Dynamik in die Spiele und ist mit seinem Freund Kyril und dessen Schussgewalt eine super Kombination auf der Aussenbahn.

Ungeschlagen in die Corona-Pause

Unsere Neuzugänge Angelos, Marios, Ilias und Stefan haben sich toll in die neue Mannschaft eingefunden und sich zu wichtigen Stützen entwickelt. Erion begeistert immer mehr mit seinem enormen Spielwitz und Bernardo hat die perfekte Mischung aus brasilianischer Spielkunst und schweizerischer Disziplin. Er weiss genau, wann er welches Element in das Spiel einbringen muss.

So sind wir ungeschlagen in die nächste Corona-Pause gegangen und werden wohl den nächsten Schritt mit unseren Jungs gehen – und unser Glück demnächst eine Stärkeklasse höher ausprobieren. Das Zeug dazu hat die Mannschaft auf alle Fälle. Wir freuen uns enorm auf die neuen Herausforderungen, die lustigen Trainings und nicht zuletzt die Spiele.

Wir wünschen Euch allen schöne Weihnachten und blicken optimistisch ins neue Jahr. Vielen Dank für all die Unterstützung von den Eltern, ohne deren Mithilfe der Spielbetrieb nur schwer möglich wäre. Wir sind sehr stolz, dass wir so eine tolle Mannschaft trainieren dürfen.

Herzliche Grüsse und bleibt gesund

Michele, Panos & Lutz