Gegen «s’ Drü» gibt es keine geschenkten Punkte

Das Drü steht im Wandel. Die Mannschaft hat in dieser Vorrunde viele Neuzugänge und Abgänge erlebt. Verabschieden musste sich das Drü von der Team- und Vereinslegende Luka Demsar (LD4). Nach einer erneuten Knieverletzung war Luka gezwungen, die Schuhe an den Nagel zu hängen, auch wenn sein Herz noch immer für den SCZ schlägt. Im gleichen Zug beendete Giorgio Taparelli seine Trainerkarriere im Drü. Nun kann er sich in der Dritten Mannschaft vollkommen aufs Spielerische konzentrieren und hat mehr Zeit, sich der Arbeit mit den Junioren zu widmen. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an Luka und Giorgio für ihre tolle Arbeit.

Im Sommer nahm das neue Trainergespann von Giuliano Maruccia, Giulio Titarelli und Lucas Hermann die Mannschaft an die Hand. Die letzten Jahre waren nicht von Erfolgen gekrönt und hohe Niederlagen wurden seit geraumer Zeit zur Normalität. Ziel war es nun, das Drü zu einer Mannschaft zu machen, gegen die kein Gegner gerne spielt. Kampfgeist, akribische Defensivarbeit und viel Teamgeist verhalfen der Mannschaft, auch stärkere Teams zu überraschen. Symbolisch für diese Ziele war das Spiel gegen Erlenbach. Mit einem knappen Kader gelang es der Mannschaft in einem hart umkämpften Spiel, einen Punkt nach Hause zu nehmen. Erlenbach biss sich trotz hohem Ballbesitzanteil an unserer Defensive die Zähne aus. Eine so kompakt stehende Mannschaft hätten sie in der fünften Liga noch nie gesehen, meinten sie.


(2:2 auswärts in Erlenbach)

Der Teamgeist stimmt, der Wille auch… wo aber bleiben die ersten drei Punkte? Einige gut erspielte Unentschieden konnte die Mannschaft zwar erarbeiten, der erste Sieg lässt aber noch immer auf sich warten. Die Euphorie der ersten Spiele, in denen wir auch spielerisch überlegenen Mannschaften die Stirn bieten konnten, führten dazu, dass wir ein wenig den Boden unter den Füssen verloren. Wir versuchten, selbst das Spiel zu machen, den Ball laufen zu lassen und uns weniger stark auf die Defensivarbeit zu fokussieren.

Auch wenn wir so mehr Chancen erarbeiteten, schlichen sich immer wieder Fehler ein. Neu hatten wir zwar mehr Ballbesitz, doch eine 3:0 Klatsche auf dem Konto.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Mannschaft in dieser Vorrunde viel gelernt hat. Viele neue Spieler bedingen auch Zeit, sich aneinander zu gewöhnen. Nun gilt es der kompakten Defensivarbeit auch noch eine Prise Ballbesitzfussball zu verleihen. Wir sind zuversichtlich, dass wir in der Rückrunde mit guter Trainingsarbeit und starkem Kampfgeist zu unseren drei Punkten kommen werden. Denn unser Credo bleibt: «Gegen das Zollikon Drü gibt es keine geschenkten Punkte».

Lucas Hermann