„Mit Kampf und Wille schaffen wir den Aufstieg in die 4. Liga“

7 Fragen an… Fabian von Rechenberg.
Am kommenden Sonntag spielt die 2. Mannschaft des SCZ ihre wegweisende Partie gegen den FC Glattbrugg. Im Interview begründet Verteidiger Fabian von Rechenberg seine Zuversicht, sagt aber auch: „Wir müssen uns am Riemen reissen, sonst wird es schwierig!“

Mit Fabian von Rechenberg sprach Dennis Bühler

Am Sonntag spielt die 2. Mannschaft gegen den FC Glattbrugg. Wer diese Partie gewinnt, steigt aller Wahrscheinlichkeit nach in die 4. Liga auf. Warum bist du für dieses Spiel zuversichtlich?

Wir haben mit 40 Spielern ein sehr breites Kader, und jeder will am Sonntag dabei sein. Dementsprechend hart wird in den vergangenen Wochen trainiert – und wie man trainiert, so spielt man. Ich bin davon überzeugt, dass Kampf und Wille die Finalissima entscheiden werden und glaube fest, dass wir es schaffen können.

In der Rückrunde hat die 2. Mannschaft nur wenige Meisterschaftsspiele ausgetragen, da nach dem Rückzug einiger Mannschaften nur noch sieben Vereine in der 5.-Liga-Gruppe verblieben sind. Es war schwierig, überhaupt zu einem Rhythmus zu finden. War das ein Problem?

Es sind nicht nur Rhythmus und Kondition die leiden. In einer Mannschaft staut sich auch einiges an Emotionen auf. Und wenn es keine Ernstkämpfe gibt und all diese Emotionen in den Trainings verpuffen, ist es schwierig konzentriert zu arbeiten. Leider wurden auch einige Testspiele von anderen Vereinen kurzfristig abgesagt. Doch das können wir nun nicht mehr ändern. In den verbleibenden zwei Wochen muss sich jeder am Riemen reissen und den Anweisungen des Trainers folgen, sonst wird es schwierig!

Typisch für eine 2. Mannschaft zählt auch in jener des SCZ nicht nur Leistung. Was macht dieses Team so speziell?

Wir sind ein buntes Gemisch mit Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Das ist sehr schön, da es in dieser Mannschaft nie langweilig wird, weil es extrem lebendig ist und wir das beste Beispiel sind, dass der Sport einen verbindet, egal wie unterschiedlich die Hintergründe sind. Natürlich haben wir auch unsere Probleme. Aber am Ende sind wir, was wir sind – und ich bin stolz darauf!

Wie und weshalb bist du überhaupt zum SCZ gekommen?

Ich wollte wieder Fussball spielen, und ein Freund hat uns einen Verein in der Nähe gesucht. Heute ist es für mich viel mehr als nur ein Verein oder ein Hobby: Es ist „la familia“. Dafür bin ich sehr dankbar.

Wie siehst du deine Rolle innerhalb der 2. Mannschaft?

Ich sehe mich nicht als Leader, sondern eher als Integrationsfigur und Motivator. Ich versuche den Trainer so gut zu unterstützen wie es geht, und es ist mir wichtig, dass jeder Spass am Fussball und am Team hat, damit er mit Leidenschaft dabei bleibt. Es ist für meine Mitspieler, aber auch für mich manchmal anstrengend, wenn ich ständig den Mund offen habe. Vielleicht wäre manchmal weniger mehr.

Wie beurteilst du die Zusammenarbeit mit der 1. Mannschaft und mit dem Verein als Ganzes?

Ich bin grosser Fan der ersten Mannschaft, und die Zusammenarbeit funktioniert – soweit ich das beurteilen kann – hervorragend. Die Stimmung im Verein ist nicht mehr ganz so gut wie im Aufstiegsjahr der 1. Mannschaft, doch ich glaube, dass das ganz normal ist. Ich hoffe, dass es mit der Finalissima vom kommenden Sonntag wieder einen Schub durch den SC Zollikon gibt und wir die Unterstützung von Freunden und Bekannten am Spielfeldrand spüren werden.

Beim Aufstieg der 1. Mannschaft vor bald einem Jahr bist du über den Fussballplatz Riet geflitzt. Wie kannst du diese Aktion bei einem allfälligen Aufstieg deines eigenen Teams noch toppen?

Mit einem Tor – ich will in diesem Jahr vor allem sportlich etwas zeigen! Aber keine Angst: Beim Feiern werde ich euch auf keinen Fall enttäuschen (lacht).