„An anderen Tagen treffen wir mit der Hacke ins Lattenkreuz“

7 Fragen an… Sean Winkler.
Der 23-jährige Flügelspieler spielt seit 17 Jahren beim Sportclub. Der Linksfuss mit der Trikotnummer 9 erklärt im Interview, weshalb er dem Duell mit dem FC Herrliberg besonders entgegenfiebert,  warum er dem „Zwei“ den Aufstieg in die 4. Liga wünscht und wieso rote Hosen für die 1. Mannschaft einen speziell wichtigen Erfolgsfaktor darstellen.

Mit Sean Winkler sprach Dennis Bühler

Am vergangenen Sonntag habt ihr gegen den FC Republika Srpska während 90 Minuten dominiert, habt aber bis zur 69. Minute nicht ins gegnerische Tor getroffen. Auch du bist zwei Mal freistehend aus wenigen Metern gescheitert. Wie erklärst du dir diese ungenügende Chancenauswertung?

Solche Spiele gibt es halt. An anderen Tagen donnern wir die Bälle per Hacke ins Kreuz. Ich denke, wir müssen das nicht allzu ernst nehmen, da wir doch auch schon bewiesen haben, dass wir es besser können.

Gegen Srpska hast du kein Tor erzielt, ansonsten bist du in dieser Saison ziemlich treffsicher. Wie bist du mit deiner persönlichen Leistung in den vergangenen Monaten zufrieden?

Ich weiss gar nicht, wie viele Tore ich erzielt habe. Vielleicht vier oder fünf? Im Vergleich zur Hinrunde konnte ich mich sicherlich steigern – allerdings war das auch nicht allzu schwierig. Und ich weiss, dass noch sehr viel Luft nach oben da ist.

In den verbleibenden drei Spielen trifft die 1. Mannschaft noch auf zwei im vordersten Tabellendrittel klassierte Mannschaften: auf den viertplatzierten SC YF Juventus und auf Leader Herrliberg. Was nehmt ihr euch für diese zwei Spiele vor?

Wir möchten so  hoch wie möglich verlieren… Nein, natürlich möchten wir die restlichen Spiele alle gewinnen. Vor allem dem Duell mit Herrliberg fiebern wir entgegen. Wer weiss, vielleicht ist ja Herrliberg bis dann noch nicht aufgestiegen. Sie zu ärgern wäre sicherlich noch witzig.

19 von 22 Spielen in der ersten Saison nach dem Aufstieg in die 3. Liga sind vorbei, dein Team liegt auf dem guten 3. Rang. Wie sieht deine Bilanz aus?

Mit unserer Leistung in dieser Saison können wir durchaus zufrieden sein, schliesslich sind wir nach wie vor der Aufsteiger der Gruppe. Allerdings streben wir schon seit Beginn der Saison einen Platz unter den ersten drei an. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Der Erfolg der 1. Mannschaft basiert auch auf dem guten Teamgeist. Ist dieser wirklich unerschütterlich oder in erster Linie wegen der guten Resultate so ausgeprägt?

Nein, nein. Es ist ja nicht so, dass wir uns lediglich auf dem Fussballplatz treffen und unsere Stimmung von unseren fussballerischen Erfolgen abhinge. Wir sind auch neben dem Rasen Freunde. Und solange unser Trainer Nicolas Fürer seine roten Hosen regelmässig trägt, gibt es auch immer was zu lachen (lacht).

Die 1. Mannschaft wird sich in dieser Saison mit grösster Wahrscheinlichkeit zumindest unter den ersten fünf Teams platzieren. Welches Ziel sollte für die kommende Saison ins Auge gefasst werden?

Ich denke, es ist noch zu früh um über die nächste Saison zu sprechen. Wir haben immer noch drei Spiele vor uns, und auf diesen Spielen sollte unser Fokus liegen. Am Ende der Saison werden wir uns dann zusammensetzen und die ganze Spielzeit Revue passieren lassen. Dann können wir die richtigen Schlüsse ziehen und unser neues Ziel formulieren.

Dein Bruder Severin spielt mit der 2. Mannschaft in der 5. Liga. Verliert sie am Sonntag in einer Woche gegen den FC Glattbrugg nicht, steigt sie in die 4. Liga auf. Wie wichtig wäre die Promotion für den Verein?

Sehr wichtig. So ein geiler Verein wie der SCZ braucht eine Dritt- und eine Viertligamannschaft. Das ganze „Eis“ wünscht dem „Zwei“ jedenfalls viel Glück. Ihr packt das Jungs. Ane Manne!