Ja zum Kunstrasen – Ja für eine
sportliche Dorfjugend
An der Gemeindeversammlung wird am 9. Dezember über ein Kunstrasenfeld
auf dem Riet abgestimmt. Für den Sportclub Zollikon ist eine Annahme der
Vorlage dringend notwendig: Wegen der ungenügenden gegenwärtigen Infrastruktur
stehen dutzende Kinder seit Jahren auf der Warteliste.
Seit mehr als einem Jahr arbeitet der Sportclub Zollikon eng mit dem Gemeinderat und der Verwaltung zusammen, um die ungenügende sportliche Infrastruktur zu verbessern. Am Mittwoch, 9. Dezember, kommt die Vorlage für den Bau eines Kunstrasen-Spielfeldes nun vor die Stimmbevölkerung (20:15 Uhr Gemeindesaal Zollikon). Die Investition in die künstliche Unterlage ist aus diversen Gründen sinnvoll und dringlich:
· Ein Ja für einen Kunstrasen ist ein Ja für eine sportliche Jugend: 250 Kinder und Jugendliche spielen im Sportclub Zollikon Fussball und erleben Gemeinschaft und sportliche Betätigung. Der Verein leistet damit ehrenamtliche Jugend- und Integrationsarbeit, er fördert die soziale Entwicklung der Heranwachsenden und trägt zur Gesundheit – beispielsweise der Vermeidung von Fettleibigkeit bei Kindern – bei.
Im Verein engagieren sich zahlreiche Juniorentrainer, Funktionäre und Helfer, die gesamthaft eine ehrenamtliche Leistung erbringen, die mehr als sechs 100%-Stellen entspricht.
· Ein Ja kommt auch Fussballbegeisterten zugute, die sich nicht im SCZ engagieren möchten: Der Kunstrasen wird – im Gegensatz zum bisherigen, meist gesperrten Naturrasen – für die Bevölkerung zum Tschutten geöffnet sein.
· 13 Juniorenteams teilen sich mit vier Aktivmannschaften bisher für das Training lediglich ein Rasenfeld und einen Hartplatz. Der heutige Rasenplatz ist stark überstrapaziert und bei schlechtem Wetter oft tagelang nicht bespielbar, der bisherige Hartplatz mehr als 25 Jahre alt und so stark abgenutzt, dass er nur schon aus Sicherheitsgründen zwingend ersetzt werden muss.
· Weil der Rasenplatz sehr häufig geschont werden muss, kann nur eine beschränkte Anzahl Trainings durchgeführt werden. Dies hat zur Folge, dass der SCZ bereits vor einigen Jahren an seine Kapazitätsgrenzen gestossen ist: Seit 2001 muss eine Warteliste geführt werden. Momentan werden mehr als 60 Kinder an der Ausübung ihrer Wunschsportart gehindert.
Mit einem Kunstrasen könnte diese Warteliste abgebaut werden. Für viele der mehr als 250 Juniorinnen und Junioren könnte zudem ein zusätzliches Training angeboten werden.
· Der SCZ könnte die Anzahl Trainingsstunden beim Bau eines Kunstrasens deutlich erhöhen. So könnten die Mannschaften, die wegen Platzmangels bis anhin in umliegende Gemeinden wie Zumikon oder Erlenbach ausweichen mussten, ihre Trainings zukünftig wieder auf dem Sportplatz Riet abhalten.
Kunstrasen ist finanziell nachhaltig
· Zahlreiche umliegende Gemeinden (beispielsweise Küsnacht, Herrliberg, Meilen, Stäfa, Uster oder die Stadt Zürich) haben mit modernen Kunstrasen beste Erfahrungen gemacht: Es entstehen praktisch keine Verletzungen und Schürfungen, die Unterlage weist gelenkschonende Eigenschaften auf. Und die Umstellung auf Kunstrasen lohnt sich auch aus ökonomischer Warte.
· Die anfänglichen, einmaligen Investitionskosten sind zwar hoch, mittel- bis langfristig macht der Bau eines Kunstrasens aber auch aus finanzieller Sicht Sinn: Die künstliche Unterlage ist im Unterhalt bedeutend günstiger und hält – anders als Naturrasen – ungefähr zwanzig Jahre. Der Kunstrasen-Unterbau kann sogar 50 Jahre lang genutzt werden, sodass später lediglich ein neuer Teppich ausgerollt werden muss. Zwei Drittel der Gesamtkosten sind Ausgaben, die nur einmal in fünf Jahrzehnten getätigt werden müssen: Nämlich die Kosten für Aushub, Unterboden, Licht und Bewässerung.
· Berücksichtigt man die erheblich höhere Nutzungsmöglichkeit, ist ein Kunst- weitaus billiger als ein Naturrasen: Während eine Nutzungsstunde auf dem herkömmlichen Grün Kosten von 80 bis 100 Franken verursacht, kostet eine Nutzungsstunde auf Kunstrasen 50 Franken.
Der Sportclub Zollikon bittet die Bevölkerung, sich von den genannten Argumenten – die allesamt für einen Kunstrasen sprechen – leiten zu lassen. Die künstliche Unterlage macht gerade im Riet, welches heute im Vergleich mit anderen Naturrasen (bedingt durch schlecht ablaufendes Regenwasser) nur halb so viel benutzt werden kann, ökonomisch betrachtet Sinn. In einer Gesamtrechnung, die Investitionen und Unterhaltskosten berücksichtigt, werden die Gemeindefinanzen durch den Bau eines Kunstrasens entlastet.
Mit einem Ja zur Kunstrasen-Vorlage unterstützen Sie nicht nur den SCZ, sondern setzen auch ein dringend notwendiges Zeichen für die Jugend und den Sport!
Für den Vorstand des SCZ,
Präsident Andreas Roca