Warum ein Kunstrasen nötig und dringlich ist

 

 

 

Am nächsten Mittwoch (9. Dezember) wird an der Gemeindeversammlung über den Kredit für den Bau eines Kunstrasens auf dem Riet abgestimmt. Für den Sportclub Zollikon (SCZ), mit mehr als 500 Mitgliedern einer der grössten Vereine der Gemeinde, ist die Annahme der gemeinderätlichen Vorlage von grösster Bedeutung. Vorliegend werden die Gründe kurz dargelegt (ausführlicher auf www.sczollikon.ch, abgelegt 25.11.2009):

 

·                    Seit acht Jahren ist der SCZ gezwungen, eine Warteliste zu führen. Momentan können über 60 Kinder und Jugendliche, die dem Verein gerne beitreten würden, ihr Hobby nicht ausüben. Diese ärgerliche Situation ist der ungenügenden Infrastruktur geschuldet. Weil der bestehende Naturrasen bei schlechtem Wetter sehr rasch unbespielbar wird, kann nur eine beschränkte Anzahl Trainingseinheiten durchgeführt werden. Dies setzt dem Wachstum des Vereins enge Schranken. Aufgrund der gleichen Problematik müssen überdies einige Mannschaften in Nachbargemeinden ausweichen. Mit einem bei jedem Wetter bespielbaren Kunstrasen könnten deutlich mehr Trainings angeboten werden, sodass die Warteliste abgebaut werden könnte.

·                    Der SCZ leistet mit seinen 17 Teams, davon zwei Mädchenteams, wertvolle Jugend- und Integrationsarbeit sowie gesundheitliche Vorsorge. 250 Kinder und Jugendliche erhalten im Verein die Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen und Gemeinschaft in einem sozialen Umfeld zu erleben. Mehr als 50 Helfer – Juniorentrainer, Schiedsrichter und Funktionäre – setzen sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich ein. Gesamthaft wird eine ehrenamtliche Leistung erbracht, die mehr als sechs 100-Prozentstellen entspricht.

·                    Zahlreiche Nachbargemeinden haben in der jüngeren Vergangenheit mit dem Bau von Kunstrasen beste Erfahrungen gemacht: Wartelisten konnten abgebaut werden, die Qualität der Nachwuchsförderung hat zugenommen. Und die Umstellung auf die künstliche Unterlage hat sich für die Gemeinden auch finanziell ausbezahlt.

·                    Weil Kunstrasen im Unterhalt bedeutend günstiger sind als Naturrasen und viel länger halten (ungefähr zwanzig Jahre), entlasten sie nämlich den Gemeindehaushalt. Berücksichtigt man die erheblich höhere Nutzungsmöglichkeit des Kunstrasens im Vergleich mit Naturrasen, ist ersterer weitaus billiger. Zudem fallen zwei Drittel der unbestritten hohen anfänglichen Investitionskosten nur einmal in 50 Jahren an. Während dieser Zeitspanne dürfte lediglich ein bis zwei Mal ein neuer Teppich ausgerollt werden müssen.

 

Der Entscheid für den Bau eines Kunstrasens ist nicht nur aus beschriebenen materiellen Gründen – der Möglichkeit mehr Trainings durchzuführen,  die vom Fussballverband angesetzten Meisterschaftsspiele an den vorgegebenen Daten abzuhalten und die Warteliste abzubauen –, sondern auch aus finanziellen Überlegungen sinnvoll: In einer Gesamtrechnung, die Investitionen und Unterhaltskosten berücksichtigt, werden die Gemeindefinanzen durch den Bau eines Kunstrasens entlastet. Der Sportclub bittet daher die Bevölkerung, an der Gemeindeversammlung von nächster Woche die Vorlage des Gemeinderates zu unterstützen und den Kredit für den Kunstrasen zu sprechen.

 

Andreas Roca (Präsident SC Zollikon), Ursina Bischof, Dennis Bühler, Graziano Cocchiarella, Fernando Hermida, Tomás Hermida, Toni Incagliato, Denise Rämi, Stefan Rüf

 

 

 

Der bestehende Naturrasen hält den Belastungen bei schlechtem Wetter nicht stand. Die Aufnahme zeigt das Spielfeld im Riet nach dem vergangenen Grümpi im Juni 2009.