Warum wir in der
Pflicht sind Kindern den Rahmen für sportliche Betätigung zu bieten
In
einer Zeit mit Wohlstandsphänomenen wie zunehmender Bewegungsarmut
und Fettleibigkeit stimmt es mich traurig zu sehen, dass ein Sportclub einer
finanziell gesunden Gemeinde wie der SC Zollikon seit acht Jahren gezwungen ist
wegen ungenügender Infrastruktur für fussballbegeisterte Jugendliche eine
Warteliste zu führen, die momentan immer noch über 60 Kinder umfasst.
Als
Vater zweier fussballbegeisterter Söhne mussten wir dies in den letzten Jahren
leidvoll miterleben. Es war schwierig, meinem 7-jährigen Sohn zu erklären,
warum er zwei Jahre darauf warten musste einen Platz im Sportclub zu finden,
während sein drei Jahre älterer Bruder, ebenfalls nach anfänglicher
Wartezeit, zweimal pro Woche zum Training und am Wochenende zum Spiel gehen
konnte.
Bei
Auswärtsspielen konnte ich in zahlreichen Gemeinden die Sportanlagen selbst in
Augenschein nehmen. Sehr viele dieser Gemeinden haben sich aus ähnlicher
Problematik bereits seit Jahren zum Bau eines Kunstrasenplatzes entschlossen,
und ich konnte mir von den durchweg positiven Erfahrungen berichten lassen.
Wartelisten konnten abgebaut werden, weniger Trainings- und Spielausfälle und
ein geordneter und viel besser planbarer Trainings- und Spielbetrieb waren die
allseits zu hörenden Vorteile.
Ich
halte daher die Investition in einen Kunstrasen aus vielerlei Gründen für
gesellschaftlich sehr sinnvoll und zeitgemäss, nicht zuletzt weil wir es
unseren Kindern und Jugendlichen schuldig sind ihnen einen Rahmen
für eine sportliche Freizeitbeschäftigung zu ermöglichen. Das darüber hinaus
noch weitere wichtige Faktoren wie lebendiges Vereinsleben, Übernahme
von Verantwortung, Teamgeist, Pflichtbewusstsein und soziale Integration
positiv beeinflusst werden, steht für mich ausser Frage.
Ich
würde mich daher sehr freuen, wenn die Stimmbevölkerung den Antrag des
Gemeinderates für den Bau eines Kunstrasens in Zollikon unterstützen würde.
Mit
freundlichen Grüssen
Roland
Sturm, Schützenstrasse, Zollikon

Sebastian Sturm (hintere Reihe ganz
links) war anfänglich auch auf der Warteliste, konnte aber bald in den SC
aufgenommen werden. Sein kleiner Bruder Gabriel dagegen konnte sein Hobby zwei
Jahre lang nicht im Verein ausüben.
Heute spielt Sebastian im Da, Gabriel
bei den F-Junioren.